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Basilika St. Cyriakus

Bistum Hildesheim

by LICHTGEPLANT

Sanierung der Basilika St. Cyriakus

Kirchenraum aus einem Guss

Vielfältige Stile

Ganz selten noch betreten wir Kirchenräume, die aus einer Zeit, aus einem Guss, in einem Stil gebaut sind. In Kirchengebäuden finden sich Zeitabläufe wieder, die aus dem Umstand einer sehr langen Bauzeit, oder der jeweiligen Geistigkeit die zeitgemäß neue Formen in der Innen- und Außenarchitektur mit sich bringen. 

Auch in der Basilika St. Cyriakus, eine katholische Propsteipfarrkirche des Bistums Hildesheims, vereinigen sich eine Vielzahl von Baustilen, von der Romanik, über die Gotik, die Renaissance, den Barock, neoklassizistischen Formen und Elemente der Neuzeit. 

Baugeschichte

Ein erster erheblich kleinerer Vorgängerbau wurde im romanischen Stil errichtet. Das heutige Bauwerk, dass um das Bestandsgebäude herumgebaut wurde, wird auf das Jahr 1394 datiert. Der Umbau der Kirche wurde im Jahr 1240 begonnen mit dem Bau des Westwerks. Im 15. Jahrhundert wurde der Bau mit dem gotischen Chor und der Einwölbung der Seitenschiffe fertiggestellt. Der Innenraum wurde um 1700 barockisiert. Die Zerstörung der Türme und Dächer der Kirche bei einem Stadtbrand im Jahre 1852 führte zu Sanierungsarbeiten die bis 1863 andauerten. Bei dieser Sanierung wurde die Westfront mit den beiden Türmen neu gestaltet. Im 20. Jahrhundert wird der Altarraum neu gestaltet.

Modernisierung

Im Jahr 2016 wurde die Basilika zwecks Renovierung für ein halbes Jahr geschlossen und ein neuer, heller, freundlicher Farbanstrich aufgetragen sowie eine völlig neue Lichttechnik installiert. Die Wiedereröffnung erfolgte am Samstag, 5. November 2016. 

Projektdetails

Architektur und Ausstattung:

Die Basilika St. Cyriakus ist eine dreischiffige, querschifflose Staffelhalle mit vorgelagertem Westbau und dreichöriger Ostanlage. Mittel- und Seitenschiffe sind sechsjochig. Der Hauptchor ist drei-, die Nebenchöre sind zweijochig. Alle Chöre enden mit 5/8-Schluss.

Die Decke des Mittelschiffs ist als Netzgewölbe ausgebildet, das nördliche Seitenschiff als Sterngewölbe und das südliche Seitenschiff als Kreuzrippengewölbe. Alle Gewölbe sind mit scheibenförmigen Schlusssteinen geschlossen (Heiligendarstellungen). Als Bauplastik befinden sich aus der Zeit um 1430 Figuren von St. Cyriakus und St. Laurentius am Hautpchor. Das frühgotische Stufenportal im Westen ziert eine barocken Trumeaumadonna. Im Inneren finden sich figürliche Konsolsteine des 13. Bis 15. Jahrhunderts.

(Übernommen und erweitert aus „Die Kirchen im Eichsfeld“)

Erhebung zur Basilika

Am 17. Juni 2015 erhob Papst Franziskus die St.-Cyriakus-Kirche zur Basilika minor und am 3. Oktober 2015 – beides deutsche Gedenktage – wurde diese Erhebung durch den Hildesheimer Bischof Norbert Trelle in einem Gottesdienst offiziell vollzogen. 

Sie ist damit eine der jüngsten Basiliken in Deutschland. (https://www.kirche-duderstadt.de/kirchorte/st-cyriakus-duderstadt/)

Beleuchtungskonzept für die St. Cyriakus Kirche Duderstadt

Die Beleuchtung der St. Cyriakus Kirche in Duderstadt, wird den aktuellen Anforderungen einer dezenten, sich im Hintergrund haltenden Beleuchtung gerecht. 

Der Großteil der Beleuchtung wurde über eine indirekte Decken-Anstrahlung realisiert, um die Größe und Höhe der Probsteikirche hervorzuheben und dem Innenraum einen erhabenen Charakter zu vermitteln. 

Um eine ruhige Lichtinszenierung zu gestalten, wurde der Schwerpunkt der Leuchten-Positionen für das Haupt- , Mittel-, und der Seitenschiffe, auf die Kapitelle als „unsichtbare“ Lichtquelle in die architektonische Umgebung eingeplant. 

Die hierfür ausgewählten LED Strahler fügen sich durch ihr gradliniges und dezentes Design unauffällig auf den Kapitellen ein und lassen den Blick für die Architektur frei. So können Kirchenbesucher den Blick zur Decke und zum Hochchor frei von Lichtobjekten und Reizlicht wandern lassen. Über die Bodeneinbaustrahler im Hochchor, können zu den besonderen Festtagen im Laufe eines Jahres, beginnend mit dem 1.Advent, unterschiedliche dezente farbige Lichtstimmungen illuminiert werden. 

Im Johanneschor ist eine vornehmlich indirekte Beleuchtung gestaltet worden, die durch direktes Anleuchten der Kunstschätze unterstützt wird, um hier einen separaten Meditationsraum, ganzjährig für die Gemeinde und dem Kirchenbesucher zu schaffen.

Steuerung

Die gesamte Beleuchtungsanlage ist dimmbar ausgelegt.

Die Steuerung erfolgt über 2 Touchpanele die mit fest einprogrammierten Lichtszenen belegt sind, die problemlos abgerufen werden können.

Diese Touchpanele sind jedoch auch manuell bedienbar, falls bei besonderen Anlässen, individuelle Lichtszenen gewünscht werden.

  • Bauherr: Katholische Pfarrgemeinde St. Cyriakus
  • Auslober: Bischöfliches Generalvikariat
  • Fotograf: Stefan Burchard, Auf der Klappe 16, 37115 Duderstadt

Arbeiten Sie mit uns

Als freies Planungsbüro haben wir den Anspruch das Licht im Innen- und Außenraum in die Architektur zu integrieren, um die Wirkung der individuellen Formsprache zu unterstützen. Dabei steht für uns nicht der Lichtkörper sondern stets die Raumwirkung im Vordergrund. Wir gestalten unsere Projekte so, dass möglichst wenig Beleuchtungskörper im Sichtfeld stehen. Mit unseren Planungsansätzen wollen wir der jeweiligen Architektur mit ihren funktionalen und gestalterischen Ideen entsprechen.

Wir bieten individuelle Beleuchtungslösungen in Zusammenarbeit mit gängigen Herstellern, sowie Sonderlösungen und Sanierungen bestehender Beleuchtungsanlagen an. Die Entwicklung unserer Beleuchtungskonzepte erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Architekten und Fachplanern.

Unter Berücksichtigung der Aspekte von Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit ist unser Bestreben die gestalterische Aufgabe bewusst in den Vordergrund zu stellen. So ist es immer das Ziel für uns eine ganzheitlich architektonisch integrierte Lichtlösung zu realisieren.

LICHTGEPLANT by Die Lichtberater // Michael Feller

Schaumburger Str. 9, Gehrden, 30989

+49 172 28 05 942

feller@dielichtberater.de

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